Manche Menschen schlafen angenehmer, wenn sie den Oberkörper leicht hochlagern, statt ganz flach zu liegen. Dieser Artikel zeigt, in welchen Fällen das sinnvoll sein kann, wie Sie den Oberkörper richtig anheben und was dabei schiefgehen kann.
Wann eine erhöhte Lage sinnvoll sein kann
Schnarchen in Rückenlage. Liegt der Oberkörper etwas höher, rutschen Zunge und Gaumen weniger weit Richtung Rachen. Bei manchen wird das Schnarchen dadurch leiser. Mehr dazu auf der Seite Schnarchen und Schlafposition.
Saures Aufstossen in der Nacht. Liegt der Magen tiefer als die Speiseröhre, fliesst Magensaft weniger leicht zurück. Manchen hilft das, besser durchzuschlafen.
Mühe beim Aufsetzen. Ein Rückenteil, das sich anheben lässt, bringt Sie am Morgen in eine halb sitzende Position, bevor Sie aufstehen. Mehr dazu im Artikel Neues Bett im Alter.
Wo die Neigung beginnen soll
Entscheidend ist, wo der Oberkörper abknickt. Ein zweites oder dickeres Kissen hebt nur den Kopf an. Der Hals wird dabei nach vorn gebeugt, der Oberkörper bleibt flach. Für Schnarchen und saures Aufstossen bringt das wenig, und der Nacken trägt die Last.
Sinnvoller ist eine Neigung, die im Rücken beginnt, damit Kopf, Hals und Oberkörper gemeinsam ansteigen. Das Kissen bleibt dabei so hoch wie sonst.
Drei Wege, den Oberkörper anzuheben
Verstellbares Rückenteil. Viele Lattenroste haben ein Rückenteil, das sich von Hand oder mit Motor anheben lässt. Achten Sie darauf, dass der Knick etwa auf Höhe der Hüfte liegt und nicht erst unter den Schultern.
Keil unter der Matratze. Ein flacher Keil zwischen Unterfederung und Matratze hebt den oberen Teil der Liegefläche an, ohne dass Sie am Bett etwas umbauen. Die Neigung ist dafür fest.
Das ganze Bett am Kopfende erhöhen. Stabile Unterlagen unter den Füssen am Kopfende neigen die ganze Liegefläche leicht. Das Bett muss dabei sicher stehen, und die Einstiegshöhe ändert sich.
Am besten probieren Sie die Varianten im direkten Vergleich aus, zum Beispiel im Showroom von Indigo Naturbetten im selben Haus wie Sleeplife.
Worauf Sie achten sollten
Rutschen. Auf einer schrägen Fläche rutscht der Körper im Schlaf langsam nach unten. Der Knick liegt dann nicht mehr an der Hüfte, sondern am Rücken, und das kann den unteren Rücken belasten. Je steiler die Neigung, desto stärker rutscht man. Eine leichte Neigung ist deshalb meist angenehmer als eine steile.
Seitenlage. Auch mit erhöhtem Oberkörper braucht die Schulter in Seitenlage Platz zum Einsinken. Mehr dazu im Artikel Schulterabsenkung erklärt.
Neue Beschwerden. Spüren Sie nach der Umstellung Rücken oder Nacken stärker als vorher, stimmt meist die Neigung oder der Knickpunkt nicht. Lesen Sie dazu auch die Seiten Rückenschmerzen im Schlaf und Nacken- und Schulterschmerzen im Schlaf.
Keine Behandlung, aber oft eine Erleichterung
Eine erhöhte Lage kann einzelne Beschwerden im Alltag erleichtern. Eine Behandlung ist sie nicht. Treten Atempausen im Schlaf auf oder kommt saures Aufstossen immer wieder, lassen Sie das ärztlich abklären, auch wenn die erhöhte Lage hilft. Mehr dazu im Artikel Liegeberatung oder Arzt?
Warnzeichen: zuerst ärztlich abklären
Bald zur Hausärztin oder zum Hausarzt:
- saures Aufstossen oder Sodbrennen, das immer wiederkommt oder neu aufgetreten ist
- Schluckbeschwerden oder das Gefühl, dass Essen stecken bleibt
- Gewichtsverlust, den Sie sich nicht erklären können
- Atempausen im Schlaf oder starke Müdigkeit am Tag
Sofort in den Notfall oder Notruf 144: bei Druck, Brennen oder Schmerzen in der Brust, die in Hals, Kiefer, Schulter oder Arm ausstrahlen, besonders mit Atemnot, Übelkeit oder kaltem Schweiss. Was sich wie Sodbrennen anfühlt, kann vom Herzen kommen. Ebenso, wenn Sie Blut erbrechen oder Ihr Stuhl schwarz ist.

